Institutum Bilinense

Das Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Heimatkreisvereins Bilin e. V. in Gerolzhofen /Unterfranken. In Erinnerung an die verlorene Heimat, der „Provincia Bilinense“, trägt das Institut den Namen „Institutum Bilinense“. Zu seinen Aufgaben gehören vor allem die Förderung der heimatkundlichen Forschung der Kur- und Badestadt Bilin, des Kreises Bilin und des Böhmischen Mittelgebirges sowie die Zusammenarbeit mit den tschechischen Bürgervereinen in Bilina, Bilina 2006, Mrzlice/Merschlitz, Mukov/Mukow und Cerveny Ujezd/Rothaugest.

Die Arbeit des Instituts vollzieht sich in Projekten, die den Zielen des Vereins entsprechen und mit dem Vereinsvorstand abgestimmt sind. Das jeweilige Projekt verantwortet in seiner Zielsetzung und Realisierung ein Projektleiter, der Mitglied des Heimatkreisvereins Bilin ist. Das Projekt wird von dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts begleitet.

Die Arbeit des Instituts umfasst folgende Projekte:

Projekt 1 Weiterer Ausbau der Heimatkreisbibliothek

Die Katalogisierungsarbeiten der rund 3000 Bände wurden im Jahre 2010 mit der Erstellung des Gesamtkatalogs durch die Professoren Bluhme und Wodraschke abgeschlossen.

Projekt 2 Pflege der Homepage des Heimatkreisvereins

Viele heimatkundliche Informationen über die verlorene Heimat sowie zahlreiche Nachrichten über das Vereinsleben wurden bisher über die Vereinszeitschrift „Borschen-Echo“ übermittelt. Seit 2008 geschieht diese Information und Kommunikation auch über das Internet auf der Homepage des Heimatkreisvereins Bilin, www.heimatkreis-bilin.de. Die Redaktionsarbeit für den Internet-Auftritt geschieht in Zusammenarbeit mit dem 1. Vorsitzenden durch den 2. Vorsitzenden und Webmaster Dietmar Heller.

Projekt 3 Themenkatalog der Periodika

Bei der Erstellung des Gesamtkatalogs zeigte sich, dass zusätzlich die Erfassung und die Katalogisierung der zahlreich vorhandenen Zeitungen, Zeitschriften und Kalender sinnvoll und erforderlich sind. Diese Schriften enthalten eine Fülle von Inhalten aus der heimatlichen Kultur und dem alltäglichen Leben vor der Vertreibung. Die systematische Sichtung und inhaltsanalytische Aufarbeitung dieses Kulturgutes sind vorrangig in die Wege zu leiten, da die oft aufschlussreichen Beiträge dieser Schriften häufig ungebunden, lose verstreut, unübersichtlich aufbewahrt und nicht inhaltlich erschlossen sind. Zudem bedürfen sie in vielen Fällen der Restaurierung. Zur Finanzierung des Projektes sind Sponsorenmittel erforderlich.

Projekt 4 Jugendaustausch

Unter Leitung des Historikers Holger Czapski wurde im Jahre 2009 ein multilateraler Jugendaustausch beim europäischen Jugendprogramm „Jugend in Aktion“ zur Förderung beantragt. Vorgesehen waren informelle Jugendbegegnungen mit deutschen, tschechischen und österreichischen Jugendlichen. Hierfür wurden deutsche Jugendliche gewonnen, deren Eltern und Großeltern aus Böhmen stammen. In drei Begegnungstagen sollten sich die Jugendlichen zuerst in Bilina, später in Gerolzhofen und Wien treffen, um interkulturelle Erfahrungen auszutauschen und einander näher zu kommen. Leider wurde dieses mit großem Engagement geplante Vorhaben nicht gefördert. Zur Zeit bemüht sich der Projektleiter, das Vorhaben in einem anderen organisatorischen Rahmen in den Jahren 2010/2011 zu verwirklichen.


Das Institut ist postalisch über die Geschäftsstelle des Heimatkreisvereins Bilin zu erreichen.

 

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